JOGHURTBEREITER IM TEST

Welche es gibt, was sie können und wie es funktioniert


Mit und ohne Strom – es gibt vier Wege zum selbst gemachten Joghurt


Damit ein perfekter Joghurt entsteht, müssen die Milchsäurebakterien auch perfekt arbeiten können. Dazu brauchen sie über Stunden eine warme Umgebung von idealerweise 43°C. Je stabiler diese Temperatur gehalten wird, umso wohler fühlen sich auch YOGUT Starterkulturen.
Wir haben uns die verschiedenen Möglichkeiten angesehen: im klassischen Joghurtbereiter, im heimischen Backofen, traditionell ohne Strom in der Kochkiste oder der einfach improvisierten Wärmebox und im transportablen Mini-Ofen. Hier sind unsere Ergebnisse:

4x JOGURTBEREITER IM TEST

Strombetrieben: Der Klassiker

Sehr bequem und sicher gelingt Joghurt mit einem elektrischen Joghurtbereiter. Nach Zubereitung der Milch-Joghurtfermente-Mischung je nach Anleitung die Gläser befüllen und in den Apparat stellen. Jetzt die Dauer der Fermentation festlegen, das Gerät hält die notwendige Temperatur konstant und stoppt automatisch. Danach wie gewohnt die Gläser in den Kühlschrank stellen. Mehr Informationen auf www.severin.de

Vorteile:
* kleine Portionen
* sicheres Ergebnis
* komfortabel




Immer verfügbar

Ein gut isolierter, moderner Backofen kann auch als Joghurtbereiter genutzt werden. Dazu den Backofen auf 50°C vorheizen, zubereitete Milchmischung mit YO*GUT-Starterkultur in Gläser füllen und in den Ofen stellen. Nach einer halben Stunden den Backofen ausstellen, dann den Joghurt acht Stunden fermentieren. Achtung: Mit einem Thermometer überprüfen, ob der Backofen die Temperatur hält. Sonst zwischendurch aufheizen. Danach wie gewohnt im Kühlschrank reifen lassen.



Vorteile:
* kein extra Gerät notwendig
* ideal für große Mengen
* Ressourcen schonend

Ohne Strom: Prinzip Kochkiste

Unsere Großmütter haben ihren Joghurt unter der warmen Bettdecke fermentiert. Manche basteln sich noch heute eine Kochkiste. Das geht zum Beispiel ganz einfach mit einer umfunktionierten Kühlkiste: Dahinein eine Decke legen, wer mag gibt noch eine heiße Wärmflasche mit dazu, beimpfte Milch hineinstellen, gut abdecken und schließen.
Das Start-up wonderbag. hat das Prinzip modernisiert: Hinter einem dicken Isoliermantel bleibt Erwärmtes über Stunden heiß. Einfach die 43°C warme Milch mit Starterkulturen in ein Joghurtglas füllen und in die wonderbag. stellen. Nach acht bis zwölf Stunden im Schongarer reift der Joghurt wie gewohnt im Kühlschrank. Übrigens: Für jede verkaufte wonderbag. gibt das Unternehmen ein Exemplar an eine bedürftige Familie in Südafrika.

Vorteile:
* energiesparend
* funktioniert ohne Strom
* überall einsetzbar
* für kleine und große Gläser geeignet


Schnell aufgebaut

Der klappbare Gärautomat von Brod & Taylor lässt sich schnell aufbauen und überzeugt mit gradgenauer Temperatur-Einstellung zwischen 21 und 90 °C.Hier fermentiert nicht nur Joghurt sondern auch Kefir. Ideal für große Mengen oder verschiedene Portionsgrößen. Auch hier muss die warme Milch-Starterkultur-Mischung acht bis 24 Stunden (je nach Rezept) ohne Erschütterung fermentieren, danach kommen Joghurt und Kefir über Nacht in den Kühlschrank.

Vorteile:
* platzsparend
* großräumig
* auch für Brot- und Hefeteig nutzbar


Joghurt selber machen liegt im Trend: Der richtige Joghurtbereiter hilft dabei

Wer sich entscheidet, Joghurt selbst zuzubereiten, findet eine breite Auswahl an Joghurtbereitern im Markt. Das Prinzip ist jeweils dasselbe, der Unterschied liegt im Komfort, in der Präzision der Temperaturführung und auch in Sachen Nachhaltigkeit. Manche bieten noch Zusatznutzen und -anwendungsmöglichkeiten an.

So können mit zwei Modellen nicht nur Joghurts wie im klassischen Joghurtbereiter zubereitet werden, sondern auch andere Gerichte "gekocht" und gekühlt (wonderbag.) bzw. andere Fermentations- und Gärvorgänge durchgeführt (Brod&Taylor) werden. Darüberhinaus ist fast in jedem Haushalt ein "Joghurtbereiter" vorhanden: der Backofen. Wir haben alle diese Geräte und Methoden ausprobiert und geben jeweils auch unsere Erfahrungen an. Bei allen Modellen ist jedoch wichtig, dass die Milchsäurebakterien bei ihrer Arbeit nicht gestört werden, z.B. durch : Erschütterungen oder das Bewegen von Geräten oder dem Backofenrost.